Der Glaube an die Liebe, die alle Barrieren überwindet, zeichnet die Schriften von Chiara Lubich aus. Der Großteil der Texte, die überwiegend auf Tagebuchaufzeichnungen und Zeitschriftenartikel der Autorin zurückgehen, entstand in den 60er und frühen 70er Jahren. Unverkennbar ist die Atmosphäre dieser bewegten Zeit, die nachkonziliare Aufbruchstimmung, das neu erwachte Bewusstsein für die weltweiten sozialen Probleme, die Notwendigkeit einer Vergewisserung des eigenen Glaubens angesichts starker ideologischer Strömungen.
Die kurzen Betrachtungen und Reflexionen, die oft bei Bibelworten anknüpfen, zeigen die Schönheit und tiefe Menschlichkeit eines Lebens nach dem Evangelium. Auf dem Hintergrund ihrer eigenen Erfahrung vermittelt die Autorin die Gewissheit, dass die Liebe eine Kraft ist, die auch großen Erschütterungen standhält und alles überwindet.
AUTOREN-/HERAUSGEBER-INFO
Lubich, Chiara
Chiara Lubich (1920-2008) ist bekannt als Gründerin der Fokolar-Bewegung. Für ihr ökumenisches und interreligiöses Engagement wurde sie vielfach ausgezeichnet, u. a. mit dem Templeton-Preis für den Fortschritt der Religion und dem UNESCO-Preis für Friedenserziehung.
Chiara Lubich gehört zu den wenigen ganz großen spirituellen Stimmen unserer Zeit (Kardinal Karl Lehmann).