« zurück
E-Book: Die Mönche von Tibhirine
Die algerischen Glaubenszeugen - Hintergründe und Hoffnungen
Baumer, Iso
Produktabbildung
Einband:E-Book
Seiten:120
Ausstattung:mehrere Abbildungen
Erschienen:03/2012
ISBN:978-3-87996-414-7
Dieses Produkt können Sie über alle gängigen Internet-Plattformen erwerben, auf denen elektronische Bücher angeboten werden (z.Bsp. amazon.de, Apple iBookstore, Weltbild, buch.de, bol oder ebooks.com).
10,99 EUR
  • Annotation
  • Pressestimmen
  • Autoreninfos

Christian de Chergé wurde am 8. Dezember 2018 gemeinsam mit 18 weiteren algerischen Märtyrern seliggesprochen.

»Von Menschen und Göttern«, der Aufsehen erregende, für viele Preise nominierte Film des französischen Regisseurs Xavier Beauvois, hat das Schicksal der sieben ermordeten Trappistenmönche von Tibhirine/Algerien neu in den Fokus der Öffentlichkeit gerückt. Iso Baumer zeigt die Hintergründe auf, stellt die Opfer vor (auch andere in Algerien ermordete Christen), um dann den Blick in die Zukunft zu richten: Begegnung und Dialog, gerade auch mit Muslimen, das ist - trotz allem - das hoffnungsvolle Vermächtnis dieser Glaubenszeugen.
Baumer zeigt: Ihr Beispiel weist mutige Wege für eine Neuorientierung im Verhältnis von Christen mit Muslimen.
Die eingestreuten Gedichte von Frère Christoph von Tibhirine und ein ausführlicher dokumentarischer Anhang lenken den Blick über die Fakten hinaus auf die innere, spirituelle Dimension, ohne die »Dialog« eine leere Hülse bleibt.
Christian de Chergé wird am 8. Dezember 2018 gemeinsam mit 18 weiteren algerischen Märtyrern seliggesprochen.

DER AUTOR
Iso Baumer, Jahrgang 1929, studierte Romanistik, Volkskunde und Philosophie. Lehrtätigkeit in Bern und von 1988 bis 1999 für Ostkirchenkunde an der Universität Fribourg/Schweiz. Zahlreiche Veröffentlichungen. Mit den Vorgängen in Algerien beschäftigt er sich seit vielen Jahren.

de Chergé, Christian

Dom Christian de Chergé OCSO (* 18. Januar 1937 in Colmar, Dep. Haut-Rhin; † 21. Mai 1996 in Algerien) war ein französischer Trappist und Prior des Klosters »Notre-Dame de l’Atlas« in Tibhirine, Algerien (Erzbistum Algier). Er wurde 1996 zusammen mit sechs Mitbrüdern ermordet.
Chergé, der den Islam seit seiner Kindheit kannte, setzte sich sehr für den christlich-muslimischen Dialog ein. Er war Mitglied des von den benediktinischen Orden (OSB, OCist und OCSO) initiierten Forums »Dialogue interreligieux monastique« (DIM). Sein wahrscheinlich am 6. Januar 1994 aus früheren Niederschriften zusammengestelltes, an Pfingsten 2006 (26. Mai) eröffnetes Testament zählt, obwohl nur ein kurzer Text, heute zu den Klassikern moderner religiöser Literatur. Der schriftliche Nachlass Chergés, der vor allem Betrachtungen über die Gemeinschaft der Heiligen und die Eschatologie hinterlassen hat, wird heute von der Abtei Aiguebelle verwaltet und veröffentlicht.
Christian de Chergé wird am 8. Dezember 2018 gemeinsam mit 18 weiteren algerischen Märtyrern seliggesprochen.

» Titelliste

"Der bis 1999 an der Universität Fribourg Ostkirchenkunde dozierende Autor schildert 'Die Ereignisse und die Hintergründe', bedenkt 'Wege in die Zukunft' und stellt die 'Opfer' vor, nicht im Sinne von Hagiographie und vorzeitiger Kanonisiation, wie er betont, sondern als eine "Anfrage an uns und unser Selbstverständnis als europäische Christen", die an diesen lokalen Ereignissen und dem Geschick dieser alger. Glaubenszeugen aufbricht."
Stefan K. Langenbahn, Archiv für Liturgiewissenscahft, Jahrgang 56.2014

"Sieben Trappistenmönche wurden in den 1990er-Jahren in Algerien ermordet. Iso Baumer zeigt die Hintergründe auf, stellt die Opfer vor, um dann den Blick in die Zukunft zu richten: Begegnung und Dialog, gerade auch mit Muslimen, das ist - trotz allem - das hoffnungsvolle Vermächtnis dieser Glaubenszeugen."
Lesetipps im NEUKIRCHENER KALENDER 2017

„…Vor allem der Prior des Klosters, Christian de Chergé, hat sich immer wieder mit dem interreligiösen Dialog auseinandergesetzt und zahlreiche tiefgründige Schriften zu diesem Thema verfasst. (…) Doch Iso Baumer blickt auch über Tibhirine hinaus, wagt selbst einen Blick in die Zukunft der christlichen Minderheit in Algerien.“ Andreas Laska, Kath. Sonntags-Zeitung, Nr. 4, 29./30.1.2011

„…skizziert politische und religiöse Hintergründe und öffnet den Blick für die Möglichkeiten eines interreligiösen Dialogs und auch für die nicht gerade erfreuliche zukünftige Situation der algerischen Christen.“ Helmut Eggl, Buchprofile/Medienprofile Jg. 56/2011, Heft 4