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Beten ist menschlich
RELIGIÖSES BUCH DES MONATS JULI 2019!
Ermes Ronchi
 
Produktabbildung
Einband:gebunden
Abmessungen:13 x 21cm
Seiten:232
Ausstattung:farbiger Vorsatz
ISBN:978-3-7346-1185-8
Leseprobe:» Hier online ansehen

» Besprechungs-Clip St. Michaelsbund - Religiöses Buch des Monats
20,00 EUR
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Was ist das eigentlich: Beten? Wie geht’s?

· Pater Ronchi zeigt, wie sehr Beten in irgendeiner Form zu uns Menschen gehört:
als Grundbedürfnis, als unwillkürliches Ausgestrecktsein nach etwas, das trägt.

· In 12 biblisch inspirierten Anläufen geht Ronchi der Frage nach, wie unser Beten echter und lebendiger werden kann: buchstäblich ein »Lebens-Raum«.

· Typisch Ronchi: überraschend, voller Frische und Weite.
Menschlich. Weil Gott am Menschen liegt.

Aus dem Vorwort von Pater Ermes Ronchi zu »BETEN ist menschlich«
»Ob eine Gotteserfahrung echt ist, zeigt sich daran, ob sie uns hilft, mehr Mensch zu sein. Genau dazu sollte das Beten führen; dann ist es wirkliches Beten ...
Wer betet, kehrt 'neu aufgeladen' zurück in seinen Alltag: mit neuem Leben, mit einem anderen Horizont.

Im Beten verbinden sich Himmel und Erde, das Schweigen der Gestirne und der Lärm unserer Tage.
Im Beten vernehmen wir mehr von unserer verborgenen Lebensmelodie, da kommt die Seele ins Schwingen.
Im Beten tut sich ein Fenster auf: wir erhaschen einen Blick auf Gott, unser Leben verliert seine Härte, wird durchlässiger fürs Göttliche, es kommt zum Austausch zwischen dem Unseren und dem Seinen.
Beten gibt uns eine Ahnung von einer Präsenz:
der ewig Abwesende ist da.
Beten heißt: darüber staunen können, diese Präsenz „atmen“.«

Ronchi, Ermes

Ermes Ronchi, Jahrgang 1947, Studien u.a. in Rom, an der Sorbonne und am Institut Catholique in Paris, promovierter Theologe und Autor zahlreicher Bücher, lebt seit September 2016 in einer kleinen Gemeinschaft seines Ordens (Serviten, OSM) in Isola Vicentina bei Asiago.
Weltbekannt wurde er durch die Aufsehen erregenden Exerzitien für Papst und Kurie, veröffentlicht unter dem Titel »Die nackten Fragen des Evangeliums«.

» Titelliste

"Buchtipp"
Gebet als Grundbedürfnis
L'OSSERVATORE ROMANO, Wochenausgabe in dt. Sprache, 30.08.2019

"Schiffbruch erleiden im Unendlichen
Der internationale Bestsellerautor Ermes Ronchi erläutert das Beten als Lebensthema mit ungeahnten Facetten.
Für Sie gelesen von Stefan Kronthaler.

Gute Bücher über das Beten gibt es viele. Das jüngst auf Deutsch erschienene Buch „Beten ist menschlich“ von Ermes Ronchi ist allerdings ein noch besseres. Ronchi wurde weltweit bekannt durch die Exerzitien für Papst Franziskus und die Kurie, die unter dem Titel „Die nackten Fragen des Evangeliums“ erschienen sind und bereits die 6. Aufage erreicht haben. Ronchi, er gehört dem Orden der Serviten (OSM) an, orientiert sich hauptsächlich am Text der Heiligen Schrift und bietet in seinem Buch damit Perlen der Gebetsweisheit.
Etwa diese: „Ob eine Gotteserfahrung echt ist zeigt sich daran, ob sie uns hilft, mehr Mensch zu sein. Genau dazu sollte das Beten führen; dann ist es wirkliches Beten…“ Oder er verweist auf eine, wie er meint, der schönsten Formulierungen im Katechismus der katholischen Kirche (KKK): „Gott dürstet danach, dass wir nach ihm dürsten.“ (Nr. 2560). Ronchi erzählt vom Beten, er lässt dabei Menschen, Bilder, Metaphern sprechen. Lob und Dank, Klage und Bitte, kein Aspekt des Betens wird ausgelassen. Mit den Worten des Dichters Giacomo Leopardi 1798-1838) gesagt: Beten heißt „Schiffbruch erleiden im Unendlichen.“ Besonders schön deutet Ronchi den Lobgesang Mariens, das Magnifcat, und den Lobgesang des Zacharias, das Benedictus, die beide im Stundengebet der Kirche morgens (das Benedictus) und abends (das Magnifcat) Tag für Tag prägend sind. Die Auslegung des Jesus-Gleichnisses über den Pharisäer und den Zöllner, die beide im Tempel beten, gehört wohl zum Großartigsten, was jemals über diese Bibelstelle (Lukas 18,9-14) gesagt worden ist.
Mein Fazit: Das Buch ist eine gelungene Schule des Betens.
Für Anfänger wie auch für Fortgeschrittene. Sehr empfehlenswert."

Stefan Kronthaler, Der SONNTAG, Erzdiöseze Wien, 8.9.2019

"Beten wird gelegentlich als der »Draht nach oben« bezeichnet. Beten kann auch als »Atmen der Seele« oder als »Lebensaustausch mit Gott« bezeichnet werden. Auf jeden Fall »macht« es etwas mit Betenden. Pater Ermes Ronchi OSM (Serviten), der im März 2016 Exerzitien für Papst Franziskus und die römische Kurie gab zu den »Nackten Fragen des Evangeliums« (als Buch 2017 im gleichen Verlag erschienen), geht in seinem Werk dem Beten auf den Grund. Dabei kommen Fragen wie diese auf: Was ist eigentlich Beten? Wie ist das mit dem Bitten? Erhört uns Gott wirklich? Was hat Beten mit unserem Leben zu tun? Wie gewohnt nimmt der Autor seine Leser mit geistlichem Tiefgang und mir klarer Sprache auf seinen Betrachtungsweg mit. Gleich auf den ersten Seiten überrascht P. Ronchi mit dem Hinweis: »Die erste, ursprüngliche Form des Betens ist der Durst nach Leben, nach Liebe«, ist also zutiefst menschlich. Anhand biblischer Figuren und Texte eröffnet Ronchi vielseitige Zugänge zum Gebet: Ein Weg zu wesentlichem Leben, der Gott groß sein lässt und dem Menschen hilft, mehr Mensch zu sein."
spg, das zeichen und KA-Katholisches Apostolat, Ausgabe 09, September 2019

"Das religiöse Buch des Monats Juli
Borromäusverein und Sankt Michaelsbund empfehlen für den Juli das Buch von Ermes Ronchi (...)
KNA, Paulinus - Wochenzeitung im Bistum Trier, Nr. 30, 28.07.2019

"Religiöses Buch des Monats (Juli 2019)
Nur jeder fünfte Deutsche betet regelmäßig. Fast die Hälfte der Deutschen betet nie. So geben es jedenfalls die von Meinungsforschern Befragten selbst an. Der italienische Ordensmann Ermes Ronchi würde diese Aussagen aber wohl anzweifeln. „Beten ist menschlich“ heißt sein neues Buch, und tatsächlich hält er das Beten nicht nur für einen bewussten Akt religiöser Menschen, sondern für einen Grundvollzug des Menschseins überhaupt: „Beten ist der mehr oder weniger ‚ausdrückliche‘ Wunsch, jemand möge das Verlangen, das dem Leben innewohnt, stillen“. Das soll nun aber keine erschöpfende Definition des Betens sein – Beten ist nach Ronchis Überzeugung etwas derart „Umfassendes und Komplexes, dass eine systematische Abhandlung unmöglich ist“. Sein Buch erzählt vielmehr von der Erfahrung, die Menschen mit dem Beten seit Jahrtausenden gemacht haben – nicht zuletzt natürlich Jesus selbst, der immer wieder zum Gebet auffordert und in zahlreichen Gleichnissen darüber spricht.
Ronchi betrachtet ausführlich die Psalmen, das große Gebetbuch für Juden und Christen, er untersucht die verschiedenen Gebetsformen, von denen der Apostel Paulus schreibt, und zwei der großen Gebete des Evangeliums, Marias „Magnificat“ und den Lobgesang des Zacharias. Er stellt fest, dass einige Dimensionen des Betens immer wiederkehren, sei es einzeln oder auch gleichzeitig. Zunächst ist da das Bitten aus einer reinen Bedürftigkeit heraus: für uns selbst in unseren konkreten Nöten, aber auch für Angehörige und Freunde oder für alle Kranken und Not-Leidenden. Es gibt aber auch ein tieferes sehnsüchtiges Verlangen: nach Liebe, Vergebung, Einheit, Frieden, nach allem was gut ist. Für Christen ist da natürlich auch der Wunsch nach Begegnung und Zusammensein mit dem persönlichen Gott, der sich uns in der Schrift und vor allem in seinem Sohn Jesus Christus geoffenbart hat. Und schließlich gibt es auch das Beten aus Dankbarkeit, das sich in Lobpreis und Anbetung äußert.
Ronchi spart auch die großen Fragen, die sich beim Thema Beten stellen, nicht aus: Soll man im Gebet überhaupt bitten? Einerseits sagt Jesus doch, wir sollen nicht viele Worte machen – unser himmlischer Vater wisse schließlich schon, was wir brauchen. Andererseits enthält dann gerade das Vaterunser sieben Bitten. Für Ermes Ronchi kein Widerspruch: Jesus lehrt uns damit nämlich, vor allem um das Wesentliche zu bitten – sehr oft bitten wir in unseren Gebeten nämlich um viel zu wenig. Und was ist, wenn unsere Bitten nicht erhört werden? Ronchi antwortet auch hier auf überraschende Weise und meint, wir sollten zunächst einmal die Frage umdrehen: Hören wir denn Gottes Bitten? Letztlich geht es beim Beten vor allem um Vertrauen: Wir dürfen Gott um alles bitten, auch um konkrete Dinge, wir sollen es sogar tun, gleichzeitig sollen wir aber darauf vertrauen, dass Gott auch dann seine Verheißungen erfüllt, wenn er unsere konkreten Bitten nicht erhört.
Und wir sollten bedenken, dass es für uns durchaus auch wertvoll sein kann, wenn nicht alle Bitten erhört werden: Gerade durch das Ausbleiben ihrer Erfüllung sorgen sie dafür, dass wir uns offenhalten für mehr, für etwas, das uns übersteigt, für Gott. Wem alle Wünsche erfüllt werden, der läuft dagegen Gefahr, hinter den einzelnen Gaben den Geber zu vergessen, der doch das Wichtigste und das Einzige ist, was wirklich dauerhaft Erfüllung zu geben vermag.
Ermes Ronchi geht davon aus, dass Beten nicht nur etwas für die besonders Frommen ist, sondern ein Grundbedürfnis aller Menschen – und so richten sich auch seine Betrachtungen zum Gebet wirklich an alle, die mit Gott ins Gespräch kommen wollen. Wer sich noch kaum mit dem Thema auseinandergesetzt hat, wird überrascht sein, wie vielschichtig es sich hier präsentiert. Aber auch wer sich schon lange mit dem Thema Beten beschäftigt, wird hier noch Neues und Überraschendes finden.
Sankt Michaelsbund, Juni 2019
(Als „Religiöses Buch des Monats“ benennen der Borromäusverein, Bonn, und der Sankt Michaelsbund, München, monatlich eine religiöse Literaturempfehlung, die inhaltlich-literarisch orientiert ist und auf den wachsenden Sinnhunger unserer Zeit antwortet.)
Buchprofile/medienprofile Jg. 64/2019, Heft 3

Buch des Monats
Was ist das eigentlich: Beten? Wie geht's?
Pater Ronchi zeigt, wie sehr Beten in irgendeiner Form zu uns Menschen gehört: als Grundbedürfnis, als unwillkürliches Ausgestrecktsein nach etwas, das trägt.
Im Beten verbinden sich Himmel und Erde, das Schweigen der Gestirne und der Lärm unserer Tage. Im Beten vernehmen wir mehr von unserer verborgenen Lebensmelodie, da kommt die Seele ins Schwingen.
Im Beten tut sich ein Fenster auf: wir erhaschen einen Blick auf Gott, unser Leben verliert seine Härte, wird durchlässiger fürs Göttliche, es kommt zum Austausch zwischen dem Unseren und dem Seinen.
Beten gibt uns eine Ahnung von einer Präsenz: der ewig Abwesende ist da.
Beten heisst: darüber staunen können, diese Präsenz 'atmen'".
Saint-Augustin Pfarrblatt, Saint-Maurice, Schweiz, Juli 2019